Mit allen Sinnen


 

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Hören • Sehen • Riechen • Schmecken • Fühlen
Die Spiele:

Hören: 1. Geräusche sind überall
2. Geräusche unter Wasser
3. Das gläserne Glockenspiel
4. Ballontrompete
5. Wie gut kannst du hören?
6. Hörst du Dein Herz klopfen?
7. Gummimusik
Sehen: 1. Loch in der Hand
2. Farbkreisel
3. Goldfisch im Aquarium
4. Schlossgespenst
5. Der Vogel im Käfig
6. Weitere optische Täuschungen
7. Kaleidoskope
Schmecken: 1. Zungen-Karte
Riechen: 1. Duftmarken
2. Riechbücher
Fühlen: 1. Sinnestäuschung
2. Sinnestäuschung 2
3. Was kannst du alles erfühlen?
4. Fußkönig
5. Motorik
Inhalt:
– Zupfbrett
– Glas mit Gummibändern
– 7 Guck-Bilder
– 4 Kaleidoskope
– 3 Kreisel
– Luftballons
– Wattestäbchen
– Gummischlauch
– 2 Trichter
– 3 Korken mit Nadeln
– Geschicklichkeitsspiel
– Tuch zum Augen verbinden
– Watte
– 4 Filzstifte
– Papier
– Lineal
– Schmirgelpapier
– Fühlbuch
– Münzen
– Stecknadeln
– Taschenlampe

HÖREN: 1. Geräusche sind überall

(Kassettenrecorder mit Mikrofon)

Nimm mit dem Kassettenrekorder verschiedene Geräusche auf z.B. Türklingel, Autoverkehr, Grasrascheln, Husten und so weiter. Dann spiele deinen Freunden und Freundinnen die aufgenommenen Geräusche vor. Können sie alles erraten?
Du kannst auch eine Geschichte erzählen und einige Worte mit Geräuschen wiedergeben.

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HÖREN: 2. Geräusche unter Wasser

(Luftballon, Uhr)

Blase einen Luftballon auf und halte ihn dicht an dein Ohr. Halte nun eine Uhr hinter den Ballon. Danach fülle den Ballon mit Wasser und halte ihn wieder ans Ohr und die Uhr dahinter. Hörst du das Ticken jetzt lauter oder leiser? Wieso ist das so?
Töne wandern etwa fünfmal schneller durch Wasser als durch Luft. Du kannst also das Ticken der Uhr besser durch den wassergefüllten Ballon hören.

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HÖREN: 3. Das gläserne Glockenspiel

(Gläser, Löffel, Wasser)

Fülle Gläser verschieden voll mit Wasser und mache deine eigene Musik in dem du vorsichtig mit dem Löffel gegen das Glas schlägst. Du kannst auch mit einem feuchten Finger auf dem Rand des Glases Töne erzeugen.

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HÖREN: 4. Ballontrompete

(Luftballon)

Puste einen Luftballon auf, halte mit deinen Fingern die Öffnung zu und lasse wenig Luft ausströmen. Wie kannst du das Geräusch verändern?

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HÖREN: 5. Wie gut kannst du hören?

(Stecknadeln, Lineal, Münzen, Tuch zum Augen verbinden)

Verbinde einem Freund die Augen und lassen ihn sich mit dem Rücken zu einem Tisch stellen. Du lässt die Stecknadeln einzeln auf den Tisch fallen. Kann dein Freund dies Hören hebt er die Hand. Wie weit kann er weggehen und immer noch die Stecknadel fallen hören? Damit du die Nadel immer aus gleicher Höhe fallen lässt, benutze ein Lineal.
Du kannst auch Münzen auf verschiedene Oberflächen fallen lassen, z.B. Holz, Gras, Teppich. Bei welchem Material hörst du die Münze am lautesten?

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HÖREN: 6. Hörst du Dein Herz klopfen?

(Gummischlauch, Trichter)

Stecke die Trichter an die Enden des Gummischlauches. Einen hälst du dir ans Ohr, den anderen Trichter auf deine Brust. Was kannst du noch alles durch das Stethoskop hören?

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HÖREN: 7. Gummimusik

(Material: Zupfbrett, Glas mit Gummiringen)

Mit unserem Zupfbrett kannst du ganz einfach Musik machen. Ein weiteres Instrument kannst du dir mit dem Glas und den Gummis bauen.

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SEHEN: 1. Loch in der Hand

(Blatt Papier)

Drehe das Blatt Papier zu einer Rolle zusammen. Mach bei allem was du tust beide Augen auf. Halte die Rolle mit der rechten Hand an dein rechtes Augen und schau hindurch. Halte deine linke Hand so vor dein linkes Auge, dass die linke Hand auch die Rolle berührt! Schiebe deine Hand etwas vor und zurück Siehst du das Loch in deiner Hand?
Wieso ist das so?
Dein rechtes Auge schaut durch das Papierrohr und dein linkes Auge schaut auf die Innenfläche deiner linken Hand, Beide Augen leiten also verschiedene Bilder an dein Gehirn weiter. Dort werden sie zu einem Bild zusammen gesetzt.

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SEHEN: 2. Farbkreisel

(Kreisel)

Dreh den Farbkreisel. Bei einer bestimmten Geschwindigkeit verschwinden die Farben und der Kreisel ist nur noch weiß bis hellgrau.
Warum ist dies so?
Die Farben auf dem Kreisel entsprechen den Spektralfarben aus denen sich das Sonnenlicht zusammen setzt. Beim Drehen nehmen deine Augen die einzelnen Farben einen Moment wahr. Da die Augen jedoch zu träge sind, um die schnell wechselnden Farbeindrücke zu unterscheiden, teilen sich diese dem Gehirn als weiße oder hellgraue Fläche mit.

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SEHEN: 3. Goldfisch im Aquarium

(Material: Bild mit Fisch und Glas)

Guck bei hellem Licht eine Minute lang auf das rote Auge des weißen Fisches. Danach guckst du sofort auf den Punkt im leeren Goldfischglas, nach einigen Sekunden erscheint darin leuchtendgrünes Wasser und ein roter Fisch.
Wieso ist dies so?
Wenn die Augen längere Zeit auf das linke Bild gestarrt haben, ermüdet der Teil der lichtempfindlichen Netzhaut, der von der roten Fläche bestrahlt wurde. Die betroffenen Sehzellen werden für Rot unempfindlich. Beim Blick auf die weiße Fläche des rechten Bildes nehmen sie deshalb die roten Strahlen, die im weißen Licht enthalten sind, nicht wahr. Sie nehmen nur noch seine gelben und blauen Bestandteile auf, die zusammen Grün ergeben. Der Netzhautteil aber, der das Bild des weißen Fisches wahrgenommen hat, empfindet jetzt Rot.

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SEHEN: 4. Schlossgespenst

(Material: Bild mit Schloss und Gespenst)

Guck bei hellem Licht eine Minute auf den Mund des Gespenst. Danach guckst du sofort in das Tor des Schlosses. Nach ungefähr 10 Sekunden erscheint nun ein weißes Gespenst in dem Tor.
Wieso ist dies so?
Wenn du das Gespenst anguckst, bleibt der von der schwarzen Fläche betroffene Teil der Netzhaut unbelichtet. Die übrigen Sehzellen werden vom hellen Untergrund geblendet und ermüden schnell. Guckst du nun in das Tor, nehmen die ermüdeten Sehzellen das Weiß des Untergrundes nicht in voller Helligkeit wahr, sondern als graue Fläche. Die anderen Sehzellen dagegen empfinden den weißen Ton des Papiers um so strahlender.

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SEHEN: 5. Der Vogel im Käfig

(Material: Pappbild mit Vogel und Käfig an Gummiringen)

Halte das Pappbild mit beiden Händen an den Gummiringen fest und drehe diese so lange, bis die Gummis ganz eng aufgezwirbelt sind. Nun spanne die beiden Gummis, so dass sie sich schnell aufdrehen und du wirst statt der beiden Bilder nur noch eines sehen: den Vogel im Käfig.
Wieso ist dies so?
Die beiden verschiedenen Bilder bewegen sich so schnell, dass das Auge daraus ein einziges macht – eine Kombiation aus beiden Bildern.

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SEHEN: 6. Weitere optische Täuschungen

(Material: alle anderen Pappbilder)

Im Koffer findest du noch weitere Pappen mit optischen Täuschungen – die Anleitung steht jeweils direkt dabei

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SEHEN: 7. Kaleidoskope

Schöne Spiegelungen kannst du dir durch unsere Kaleidoskope anschauen. Mit manchen davon lohnt sich ein Gang durch die Wohnung, denn sie spiegeln das, was du durch sie hindurch anschaust – probiere mal aus.

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RIECHEN: 1. Duftmarken

(Material: all die Nahrungsmittel, sie du für deine Zungenkarte benutzt hast)

Wer von euch kann mit verbundenen Augen Nahrungsmittel am Geruch erkennen? Ihr könnt natürlich auch andere Dinge aus der Natur nehmen, beispielsweise Moos, Blüten, Rindenstücke und so weiter…

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RIECHEN: 2. Riechbücher

Reibe mit dem Finger über die Gegenstände aus dem Riechbuch und sage, was du riechst.

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SCHMECKEN: 1. Zungen-Karte

(Material: 5-6 Wattestäbchen, verschiedene Schalen in die du Zitronensaft, Zuckerwasser, Salzwasser, schwarzen Kaffee und Leitungswasser füllst, Stifte und Papier um deine Zungen-Karte zu malen)

Tauche ein Wattestäbchen in das Schälchen mit Zitronensaft und betupfe die Zunge deines Mitspielers in einer ganz bestimmten Reihenfolge:
1. die Zungenspitze
2. ganz links oder ganz rechts auf der Zunge
3. die Mitte
4. den hinteren Teil der Zunge.
Spürt dein Mitspieler die Unterschiede? An welcher Stelle schmeckt es ganz besonders sauer? Nun könnt ihr noch die anderen Geschmacksrichtungen ausprobieren. zwischendurch aber immer wieder den Mund mit Wasser ausspülen. Und immer da wo der Geschmack besonders intensiv ist malt ihr dies auf der Zungenkarte ein.
Warum ist dies so?
Deine Zunge kann grundsätzlich nur vier Geschmacksrichtungen unterscheiden: sauer, süß, salzig und bitter. Das macht die Zunge mit den sogenannten Papillen. Das sind die kleinen Punkte, die du auf deiner Zunge siehst. Der Geschmack ist aber auf der Zunge nicht überall gleich stark. Es gibt für die Geschmacksrichtungen spezialisierte Regionen auf der Zunge: vorne an der Spitze schmeckt die Zunge Süßes, seitlich und vorn schmeckt die Zunge Salziges, an den Seiten schmeckt die Zunge Saures und hinten schmeckt die Zunge Bitteres.

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FÜHLEN: 1. Sinnestäuschung 1

Lege den Zeige-und Mittelfinger einer Hand über Kreuz und reibe die Fingerkuppen auf deiner Nasenspitze seitlich hin und her. Du fühlst zu deinem Erstaunen zwei Nasen.
Wieso ist das so?
In diesem Versuch wird der Tastsinn irregeleitet. Bei den überkreuzten Fingern ist die Lage der Fingerseiten vertauscht, die normalerweise einander abgewandten Seiten liegen jetzt nebeneinander und berühren die Nasenspitze gemeinsam. Aber jeder Finger meldet wie gewohnt die Berührung der Nase an das Gehirn, und dieses registriert tatsächlich zwei Nasen, weil es die überkreuzten Finger nicht berücksichtigt.

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FÜHLEN: 2. Sinnestäuschung 2

(Material: Korken mit den Nadeln, Tuch)

Binde einer Person die Augen zu. Nun berührst du mit den Nadeln des roten Korkens vorsichtig den Handrücken der Person. Sie wird die Berührung der zwei Nadeln nur als einen einzigen Stich wahrnehmen. Nun berührst du sie mit den Nadeln des blauen Korken am Nacken oder Rücken, auch hier wird Deine Versuchsperson wieder nur einen Stich spüren. Dann nimmst du den gelben Korken und berührst damit leicht eine Fingerspitze der Person. Jetzt nimmt sie wahrscheinlich zwei Nadelpiekser wahr.
Wieso ist dies so?
Die Genauigkeit unserer Tastempfindung ist abhängig von der Stelle des Körpers, an der wir berührt werden. Der Grund dafür liegt in der mengenmäßig unterschiedlichen Verteilung der sogenannten Tastpunkte in der Haut. Das sind winzig kleine Zellen, die auf Druck reagieren. In den Fingerspitzen liegen sie zum Beispiel besonders dicht beieinander.

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FÜHLEN: 3. Was kannst du alles erfühlen?

(Fühlbuch, verschiedene Gegenstände)

Streiche über die Seiten im „Fühlbuch“. Auch andere Gegenstände, wie zum Beispiel das Schmirgelpapier kannst du mit geschlossenen Augen ertasten.
Was fühlt sich gut, was eklig an?

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FÜHLEN: 4. Fußkönig

(Material: verschiedene Materialien)

Dieses Spiel ist ein Barfußspiel. Sucht euch jede Menge unterschiedlicher Materialien zusammen (Blätter, Moos, Federn, Rindenstücke, Stoffreste, Tücher, Fellstücke…) und legt sie auf dem Boden aus. Einer bekommt die Augen verbunden adrf darüber laufen!

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FÜHLEN: 5. Motorik

(Material: Geschicklichkeitsspiel)

Na, schaffst du es, die Mäuse ins Körbchen zu locken???

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Schreib uns deine Meinung. Oder kennst du auch ein tolles Spiel, das deine Eltern früher schon gespielt haben? mail@triki.de